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Tanz-Gala Tanz Be(f)reit

Tanztage INTENSE International 2025

Tanz-Gala Tanz Be(f)reit

22. November 2025 um 19:30 Uhr im Mainfranken Theater Würzburg – Theaterstraße 21, 97070 Würzburg

Mit Beiträgen von Dozentinnen der Tanztage INTENSE International 2025 sowie von eingeladenen internationalen Gästen

Neun vielfältige Darbietungen zeigen die ganze Bandbreite der Tanztage INTENSE International.
Wir freuen uns, diese internationale Vielfalt diesmal im Mainfranken Theater Würzburg präsentieren zu dürfen!

Moderation: Hot Potatoes – Dominik Blenk & Markus Heldt.

Tickets gibt es hier, dort einfach auf das T klicken

Programm


Freiheitsstatuen – von Anne Devries

Das Thema „Freiheit und deren Begrenzung“ erscheint der Tänzerin und Choreographin Anne Devries seit geraumer Zeit allgegenwärtig.
So hat sie 2021 das Projekt »Freiheitsstatuen« begonnen, das sich seither in unterschiedlichen Settings und Besetzungen weiterentwickelt – als Kurz-Film, Live-Performances & Tanztheater.
In vielfältiger Hinsicht stellt sich die Fürther Künstlerin die brisante Frage, wieviele welcher „Freiheiten“ man sich selbst oder anderen gibt und nimmt – im Zwischenmenschlichen als Einzelperson genauso, wie im Weltpolitischen als Nation.
„Eine für alle stimmige Balance der unterschiedlichen Aspekte von Freiheit ist ein fragiles Gleichgewicht, dass immer im Wandel ist und sich nicht schwarz/weiß denken läßt“, sagt sie dazu.
Wie kann Jede*r die „richtigen“ Entscheidungen zum Erhalt dieser Balance treffen?
Und was bedeutet „richtig“ für wen und zu welchem Zeitpunkt?
Derzeit beschäftigt sie besonders die Fragestellung welche Gegen-SÄTZE und welche Gegen-WERTE FREIHEIT hat.
Wie kann dies körperlich erlebbar und ausdrückbar werden?

Heute sehen wir eine 10-minütige Version der Freiheitsstatuen entwickelt gemeinsam mit 4 Laien-Tänzer*innen – extra gestaltet für den heutigen Abend.

Foto: Henrik Kaalund


Anne Devries
– Dozentin bei Tanztage INTENSE International 2025 –
absolvierte am Deutschen Institut für Tanzpädagogik (Frankfurt/ Main) die Ausbildung zur integrativen Tanzpädagogin.
Seit 1996 unterrichtet sie für verschiedenste Zielgruppen Tanz und Bewegungskunst. Ihr Spektrum beinhaltet zeitgenössischen Tanz, Contact & Improvisation, modernen-orientalischen Tanz, sowie Feuerartistik.
Seit 1999 arbeitet sie als freischaffende Artistin, Tänzerin & Choreografin. Sie tourt mit dem 2001 von ihr gegründeten Feuer-Tanz-Theater LUX AETERNA durch Deutschland und das benachbarte Ausland.
Parallel dazu leitet sie im Großraum Nürnberg fortlaufende Kurse & Workshops und seit 2008 Tanz-Projekte in denen Laien und Profis gemeinsam Performances entwickeln und auf die Bühne bringen. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Improvisation als Basis für Performance-Strukturen, sowie der Förderung unterschiedlichster Menschen in ihrem individuellen künstlerischen Ausdruck.
Weitere Infos auf: www.annedevries.de und www.feuerperformance.de

Choreographie/Konzept: Anne Devries
Performance: Anne Devries, Tom Denter, Katharina Fech, Susanna Fromm, Heike Graf
Musik: Anna Späth
Foto: Henrik Kaalund


(un)still – von und mit Ortrun Stanzel

In einer Welt, die unaufhörlich rauscht, wird manchmal die Stille zur Zumutung.
Dieses zeitgenössische Tanzsolo von Ortrun Stanzel erkundet, wie die moderne Überforderung sich im Körper niederschlägt – in Nervosität, Rastlosigkeit, Unruhe.
Es stellt die Frage, warum so viele Menschen die Stille mit sich selbst nicht aushalten, was ist es das sich dann so unerträglich ins Bewusstsein drängt?
Zwischen innerer Stimme und äußerem Schweigen entsteht ein Dialog. Bewegungen tauchen auf wie Gedanken, verhallen, pausieren, kehren zurück. Ein Spiel zwischen Nähe und Distanz, Selbstwahrnehmung und Entfremdung, in dem das Echo im Körper hörbar wird – manchmal leise und fragil, manchmal drängend und laut.

Foto: Carola Hölting


Ortrun Stanzel
– Dozentin bei Tanztage INTENSE International 2025 –
lebt in Berlin und ist seit 2008 als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Zeitgenössischer Bühnentanz und Performance tätig. Bereits im Alter von 16 Jahren gewann sie die Deutsche- Europa- und Weltmeisterschaft im Standardformationstanz mit dem Team des 1.TC Ludwigsburg. Sie studierte Bühnentanz in Berlin und vertiefte das Studium der modernen Tanztechniken in New York. Nach ihrer Rückkehr spezialisierte sie sich auf zeitgenössischen Tanz und kreiert Tanzstücke und Solo-Performances. Ihre künstlerische Arbeit wird/wurde vom Künstlerinnen Programm des Senats für Kultur und Europa, den Fonds darstellende Künste, sowie der Senatsverwaltung Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.
Neben Ihrer künstlerischen Arbeit absolvierte sie, im Rahmen einer Heilpraktiker Ausbildung, das Grundstudium der Medizin und entwickelte ein Konzept für angewandte Anatomie für TänzerInnen, das sie an Ausbildungsschulen für Bühnentanz unterrichtet. Sowie sie ein neuro-somatisches Coaching Programm entwickelte womit sie ProfitänzerInnen 1:1 im Schmerzmanagement und Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt . Sie unterrichtet international an Theatern, Universitäten und Ausbildungsschulen zeitgenössischen Tanz, Graham Technik, Komposition und Partnering. Als Choreografin, dramaturgische Beratung, Regie- und Produktionsassistenz unterstützt sie Tanz- Theater- und Film Produktionen und wirkt ehrenamtlich für die GEDOK Galerie Berlin im Vorstandsteam mit.

Musik: Caleb Arredondo, Kalima Sartori


I AM MY HAIR – von und mit Yinfu Gao und Xiaoying Zhu

I AM MY HAIR ist eine Tanzperformance, die auf Bewegungsimprovisation und chinesischer Tuschemalerei basiert. Das Projekt wird von einem chinesischen Frauenkollektiv initiiert: Yinfu Gao, chinesische Performance-Künstlerin, und Xiaoying Zhu, chinesische Tuschemalerin.
In der Aufführung folgen die beiden Künstlerinnen einer einfachen Regel: Yinfu tanzt, während Xiaoying die Tuschelinien ausschließlich durch das Beobachten von Yinfus Tanz zieht – ohne dabei auf das Papier zu schauen.
Die Performance untersucht die Frage: Welche Bedeutung hat das Haar für die weibliche Identität im chinesischen kulturellen Kontext?
Sie übersetzt diese Fragen in eine künstlerische Form: Wie kann das Thema Haar in Bewegung übersetzt werden, und wie können wir uns in Beziehung zu unserer eigenen Haargeschichte setzen? Welche Geschichten erzählt unser Haar? Wie lässt sich Schmerz in Stärke und Ermächtigung transformieren?

Foto: Ruqing Xu

Yinfu Gao ist freischaffende Performancekünstlerin, Regisseurin und Theaterkritikerin aus China, derzeit mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie studierte Theaterwissenschaft an der Central Academy of Drama in Peking sowie Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Gießen.
Ihre künstlerische Praxis verbindet Texte und Bewegung aus einer feministischen Perspektive und setzt sich kritisch mit sozialem Gedächtnis, Gender und ostasiatischer Identität auseinander. Seit 2022 entwickelt sie eine Performance-Trilogie über Frauen in ihrer Familie und feministische Bewegungen in China, wofür sie 2024 den Szenenpreis des MADE Festivals Hessen erhielt. Website: www.gaoyinfu.com

Xiaoying Zhu ist Künstlerin und Kunstpädagogin und promoviert derzeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie ist Mitglied u. a. der International Society for Education through Art (InSEA) und der Sichuan Artists Association. Seit 2022 lehrt sie Chinesische Malerei an der JLU.
Ihre künstlerische Arbeit verbindet traditionelle Tuschmalerei mit interdisziplinären Ansätzen wie Tanz und Mixed-Media-Installationen und widmet sich dem Dialog zwischen Kulturen und künstlerischen Praktiken.

Musik: Der erste Teil ist eine Collage von Yinfu Gao, der zweite Teil wurde eigens für I AM MY HAIR von Jannis Wulle komponiert.


Old Potatoes – Die Breakdance-Weltmeister mit Humor und Herz

Wenn zwei tanzende Kartoffeln die Bühne rocken, dann sind das garantiert die Hot Potatoes!
Das mehrfach ausgezeichnete Breakdance-Duo – unter anderem Welt- und Europameister – begeistert weltweit mit einer explosiven Mischung aus Akrobatik, Witz und Persönlichkeit.
In ihrer aktuellen Show „Old Potatoes“ zeigen die beiden, dass man auch mit grauen Haaren und Gehstock noch ordentlich abtanzen kann.
Mit Humor, Energie und beeindruckenden Moves erzählen sie die Geschichte zweier älterer Herren, die beweisen: Alter ist nur eine Zahl – der Groove bleibt!
Ob im Internet, auf internationalen Bühnen oder heute Abend hier bei der Gala – die Hot Potatoes zeigen mit Augenzwinkern und Leidenschaft:
Tanzen hält jung – und Lachen sowieso!

Foto: Dominik Blenk


Dominik Blenk entdeckte früh seine Leidenschaft für den Tanz – nach vier Jahren Ballett fand er im Breakdance seine wahre Ausdrucksform. Mit zwölf Jahren begann er im Jugendzentrum Lohr zu tanzen, wo er seinen langjährigen Tanzpartner Markus Heldt kennenlernte. Bereits mit 16 standen die beiden bei der Hip-Hop-Weltmeisterschaft in Las Vegas auf der Bühne, es folgten Fernsehauftritte und zahlreiche Shows.
Seit 2014 unterrichtet Dominik als Teil der Hot Potatoes Breakdance an verschiedenen Standorten in Mainfranken. Neben seiner Arbeit als Physiotherapeut verbindet er heute Tanz, Bewegung und Gesundheit in seinem Konzept „Movement & Breath Work“ – einem Workshop, der Körperbewusstsein, Atmung und kreativen Ausdruck vereint.

Markus Heldt entdeckte schon früh seine Leidenschaft für den urbanen Tanz. Im Jugendzentrum Lohr begann er mit Breakdance – der Startpunkt einer erfolgreichen Karriere, die ihn auf internationale Bühnen führte.
Er wurde Weltmeister im Solo-Breakdance (UDO) und erreichte mit seinem Tanzpartner Dominik Blenk mehrfach Top-Platzierungen bei Weltmeisterschaften, darunter den Vizeweltmeistertitel im Allstyle 2vs2 bei der HipHop International World Championship in Phoenix (USA).
Mit eigenen Projekten wie dem urbanen Tanzmärchen „Dreamscapes“ oder der Crossover-Produktion „Zauberflöte Reloaded“ von Christoph Hagel verbindet Markus Breakdance, Theater und Musik auf einzigartige Weise.
Heute lebt er in Würzburg und gibt seine Leidenschaft für Hip-Hop und Urban Dance als Dozent an der Déjà-Wue Dance School weiter.

Performance: Dominik Blenk und Markus Heldt
Musik: Raphaël Beau


Heart Space – von und mit Emma Valtonen und Laura Flicker

Die Tanzperformance Heart Space ist eine intensive, intuitive Performance, bei der Bewegung und Klang zusammenkommen und einen sanften Raum für Erdung, Präsenz und innere Verbundenheit schaffen. Das Ergebnis ist ein unverfälschtes, organisches Erlebnis – nie dasselbe –, in dem Stille und Bewegung gleichermaßen sprechen. Basierend auf Prinzipien aus Reiki, Klangheilung, Energiebewusstsein und der heilenden Kraft des Tanzes lädt „Heart Space“ nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Fühlen ein. Egal, ob Sie mit Heilkünsten bestens vertraut sind oder ihnen zum ersten Mal begegnen, dieses Stück bietet eine Pause. Eine Chance zum Durchatmen, Entspannen und Wiederverbinden – mit sich selbst, mit anderen, mit dem Jetzt. 

Sei, wer du bist. „Heart Space“ begegnet dir dort.

Foto: Saila Vuori


Über das Klangbad:
Ein Klangbad lädt Sie ein, durch Klang und Vibration in einen Zustand tiefer Entspannung einzutauchen. Die sanften Töne der Alchemy Crystal Singing Bowls™ beruhigen den Geist, lösen Verspannungen und fördern innere Ruhe. Ihre kraftvollen Frequenzen wirken auf zellulärer Ebene, richten die Energiezentren des Körpers neu aus und fördern die Harmonie zwischen Körper und Seele. Jede Schale trägt einen einzigartigen Klang und eine einzigartige Botschaft, die speziell darauf abgestimmt ist, die Chakren zu aktivieren und auszugleichen. Lassen Sie sich von den tiefen Klangwellen in einen Zustand der Klarheit, Verbundenheit und tiefen inneren Ruhe führen.

Emma Valtonen – Dozentin bei Tanztage INTENSE International 2025 –
ist eine finnische Tanzkünstlerin und Pädagogin mit Sitz in Deutschland. Sie studierte Tanz und Pädagogik in Finnland und Portugal. Seitdem unterrichtet und performt sie in ganz Europa und in China.
Emma hat in Solo- und Theaterprojekten gearbeitet, mit der CIE-dance company zusammengearbeitet und in NRW Vorträge gehalten, während sie weiterhin als Gastdozentin in Finnland tätig ist. 2019 gründete sie ihre eigene Tanzgruppe W.A.S.H., die 2022 ihr Debütwerk WE ARE STILL HERE vorstellte. Ihre Praxis basiert auf der Erforschung verschiedener Tanzstile, Yoga und einer intensiven Auseinandersetzung mit spirituellem und künstlerischem Wachstum sowie Selbsterkenntnis und höherem Bewusstsein.

Laura Flicker ist Klangheilerin, Yogi, Mutter und spiritueller Kreativkopf.
Sie entdeckte ihre Liebe zu Kristallklangschalen bei einem Besuch im Joshua Tree Nationalpark im Jahr 2019 – seit einem Klangbad dort ist sie von der heilenden Kraft der Kristallschalen fasziniert. Seit 2021 teilt sie die einzigartige Energie der Kristallklangschalen mit ganzem Herzen mit anderen. Geleitet von ihrer tiefen Liebe zum Klang schafft sie wohltuende Räume, in denen Menschen wieder zu sich selbst finden, Ruhe finden und sanft loslassen können. Durch die heilenden Schwingungen der Klangschalen lädt sie andere ein, die subtile Magie der Frequenzen und die transformierende Kraft tiefer innerer Präsenz zu erleben.

Tanz: Emma Valtonen
Live Klang: Laura Flicker


Necrology

Necrology bedeutet die Nachricht vom Tod einer Person.
Wenn wir vom Tod jemandes erfahren, zu dem wir inzwischen Distanz gewonnen haben, werden automatisch Erinnerungen an die verstorbene Person und an uns selbst wachgerufen.
Das ist unsere eigene Geschichte.
Diese Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Zeit.
Wir sind sicher, dass die Erinnerung an unsere Situation nach unserer Abreise aus Japan etwas Besonderes bleiben wird. In der Arbeit haben wir versucht, die Erinnerungen, die uns von damals geblieben sind, so zu belassen, wie sie waren.
In dem Augenblick, in dem wir aufeinandertrafen, wirkte es, als würden wir einen vergangenen Moment wiedererleben. Es war eine Reihe von Ereignissen, die nicht immer glatt verliefen, die voneinander abhingen, sich gegenseitig unterstützten und auch lustige Erinnerungen hinterließen.
Daraus entstand ein Tanz, durch den wir erkannten, wie wichtig die Existenz des anderen in einer schmerzhaften Situation ist.
Mit Necrology möchten wir Erinnerungen wecken.

Foto: Henrik Kaalund

Die japanischen tanzenden Ginjo und Ayaka arbeiten seit 2019 als Duo und sind seit 2022 in Berlin ansässig. Ihre Stücke wurden u.a. im Theater Babylon („Myth to Posterity“, 2021), im DOCK11 Berlin („Necrology“, 2023) sowie beim Interkulturellen Theaterzentrum Berlin („Tandem Jump“, 2024) gezeigt. Weitere Arbeiten präsentierten sie u.a. bei 48 Stunden Neukölln und im Hyacinth House (Saitama). Beim Saitama National Dance Contest erhielten sie 2022 den 2. Preis im kreativen Tanz.
Neben ihren eigenen Arbeiten traten sie in Stücken anderer Choreograf
innen auf, darunter „Saralyman“ von Ryota Maeda (Performing Arts Festival Berlin, 2023) sowie „Cusp“ von Amanda Donato (Uferstudios, 2024). Außerdem wirkten sie bei Daniel Kujawas Modenschau auf der Berlin Fashion Week mit.

Choreographie/Konzept: Ayaka Sakai
Tanz: Ayaka Sakai & Ginjo Sakai
Musik: Necrology von The Cinematic Orchestra
Info: https://ginjyo.wixsite.com/ginjo-und-ayaka


Rückblick – Tanzimprovisation von und mit Chiang-Mei Wang, mit Musik von Bernhard Zeller

Bernhard Zeller, hat diese Musik speziell für diese Tanzimprovisation von Chiang-Mei komponiert. Er hat dabei mit unterschiedlichen Instrumenten aus dem Westen und aus dem Osten gearbeitet. Dies entspricht auch dem Tanzstil von Chiang-Mei.

Wie ist es zu dieser Kombination aus westlichen und östlichen Bewegungselementen in der Arbeit von Chiang-Mei gekommen?  Sie ist aus der Lebensgeschichte von Chiang-Mei heraus entstanden, in der es immer wieder zu einem Zusammentreffen und wechselseitiger Inspiration von Fernöstlicher Tradition und Modern Dance gekommen ist. Die Aufführung heute ist ein Rückblick in diese wechselhafte Geschichte. Chiang-Mei’s Körper fungiert dabei wie ein großer chinesischer Tuschepinsel, um diese Geschichte zu schreiben.

Foto: Wilfried Weis


Chiang-Mei Wang
– Dozentin bei Tanztage INTENSE International 2025 –
studierte am Dance Department des National Institute of Arts in Taipei klassisches Ballett und verschiedene Stile von Modern Dance (Graham, Limón, Cunningham). Danach ging sie als Tänzerin an das international renommierte Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Asiens führender Modern Dance Company, wo sie bald zur Solistin und später zur Trainings- und Probenleiterin ernannt wurde. Auf zahlreichen Tourneen mit dem Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan tanzte sie weltweit auf großen Bühnen und den bedeutendsten Tanzfestivals, u.a.: Next Wave Festival New York, Olympic Arts Festival, Sydney 2000, Lyon Dance Biennale Festival, Sadler’s Wells – London, Deutsche Oper Berlin, Internationales Tanzfestival München, …
Daneben bildete sich Chiang-Mei Wang in traditionellem chinesischem Tanz und bei Meister Wei Shong in Tai-Chi Dao-Yin weiter und erhielt 2002 ihre offizielle Lehrerlaubnis für Tai-Chi Dao-Yin. Seitdem unterrichtet sie diese Technik in Europa. Seit 2002 arbeitet sie auch als Choreographin und Tanzlehrerin in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Voguing Solo – neuste Kreation von Legendary Angélique Mimi Prodigy

Legendary Angélique Mimi Prodigy ist seit 2018 bei Tanztage Intense International – und bei uns längst eine Legende. Wer ihre Shows gesehen hat, weiß, dass sie nicht nur einen wunderschönen Tanz bietet, sondern stets das Neueste und Innovativste, was die Ballroom-Welt zu bieten hat – eine Welt, in der sie nicht nur ständig international unterwegs ist und die sie bestens kennt, sondern die sie auch maßgeblich prägt. Sonst würde sie schließlich nicht den Titel Legendary tragen!
Wir freuen uns, diese internationale Größe wieder bei uns willkommen heißen zu dürfen. Ihr dürft gespannt sein auf die neueste Kreation der sympathischen Tanz-Bombe!

Voguing – ein Tanzstil aus der queeren afro-und lateinamerikanischen Ballroom-Kultur – verbindet präzise Körperführung, kraftvolle Posen und erzählerische Bewegungssprache. In Angéliques Performances verschmelzen diese Elemente mit ihrem markanten femininen Vogue Fem-Stil und ihrer charakteristischen Hands Performance zu kraftvollen Bildern voller Dynamik, Emotion und Intensität.

Choreographie und Tanz: Legendary Angélique Mimi Prodigy

Foto: Wilfried Weis


Legendary Angélique Mimi Prodigy
– Dozentin bei Tanztage INTENSE International 2025 –
geboren und aufgewachsen in Nürnberg, ist eine vielseitig ausgebildete Tänzerin mit Schwerpunkt auf urbanen Stilen. Besonders bekannt ist sie für ihre kraftvollen Soloauftritte im Voguing und ihre energiegeladenen Hip-Hop-Performances mit der Crew Team Recycled. Ihre Stärken liegen im Freestyle und in komplexen Choreografien.
Als „Legendary Angélique Prodigy“ gehört sie zur ersten Generation deutscher Voguetänzer:innen und prägte die europäische Ballroom-Szene maßgeblich. 2014 trat sie als erste Deutsche dem US-amerikanischen Iconic House of Prodigy bei und feierte seither Erfolge bei Wettbewerben weltweit. 2019 gewann sie als erste Deutsche den renommierten Latex Ball in New York, 2022 folgte der „Women’s Performance of the Year“-Award in Atlanta. 2023 wurde sie in Miami offiziell als „Legendary“ geehrt – als bisher einzige Performance-Legende Deutschlands.
Neben Ballroom war sie auf großen Bühnen und in Filmproduktionen wie Into the Beat zu sehen, ebenso bei TV-Formaten wie Got to Dance, als auch mit internationalen Stars wie Meghan Trainor. Sie arbeitet für das Deutschen Theater als Choreographin und tanzt momentan bei Flying Mozart und in der Oper-Tanz-Produktion Flying Hänsel und Gretel.
Als Dozentin und ausgebildete Psychologin sowie Tanz- und Bewegungstherapeutin verbindet sie Tanz mit einem ganzheitlichen Ansatz und unterrichtet europaweit.
Als Performerin hat sie unter anderem mitgewirkt bei: Meghan Trainor, Into the beat – der Film, UEFA Champions League Final Men 2015, VW in Beijing, Echo, Blue Man Group, Puma, Musical „I am Jonny“, Toyota, ZDF, M.A.C. und noch viel mehr.
Hier ein kleiner Ausschnitt ihre Preise: Grand Prize bei dem „Dorian Corey Awards Ball“ Philadelphia, 2022 – Award Womens Performance of the Year 2020-2021, Atlanta 2021 – Grand Prize bei dem „Latex Ball“ in NYC, USA 2019 – German Master in Hip-Hop HHI 2018, 2016 und 2015 – Grand Prize bei dem „United States of Africa Ball“ in Paris 2018 – Winner Hands Performance in Italy 2018 und London 2017 – 3rd Place WORLD Streetdance Championship UDO 2016 – Grand Prize bei dem „NYC Awards Ball“ in New York, 2015.


Story of an Artist von Alba Valenciano López

Story of an Artist erforscht die Welt von Tänzerinnen und Tänzern und ihre Reibungen mit der Gesellschaft. Manchmal fühlt sich eine Künstlerin bzw. ein Künstler freudig, erfüllt, glücklich und dankbar.

Doch hinter dieser Schönheit verbirgt sich ein leiser Schmerz; das Gewicht des Zweifels, der Ablehnung und der fehlenden Empathie der Gesellschaft.

Das Stück beginnt in dem Spannungsfeld, in dem Verletzlichkeit aut Vorurteile trifft und in dem Träume in Frage gestellt werden, bevor sie verstanden werden, aber es bewegt sich langsam auf einen Ort der Heilung zu, mit der Hoffnung, dass die Welt der Künstlerin bzw. dem Künstler eines Tages nicht mit Misstrauen, sondern mit offenen Armen begegnen kann.

Foto: Nick Scholze


Tanz: Debora Di Biagi, Ria Girard, Christian Lavigne, Blai López Sánchez, Tester Mulens García
Sounddesign: Alba Valenciano López
Stimmen: Ria Girard, Loris Kubeng, Nina Mohr, Manuel Zall
Musik: Daniel Johnston: Story of an Artist Yann Tiersen: Comptine d’un autre été

Alba Valenciano López ist eine professionelle Tänzerin und aufstrebende Choreografin aus Valencia, Spanien. Sie hat am Konservatorium Dansa Riba-roja del Túria in Valencia (Grado Profesional) ein Diplom in Klassischem Tanz erworben. Ihre Ausbildung umfasste auch Spanischen Tanz bis Grad Fünf, einschließlich zweier Flamenco-Kurse mit Auszeichnung.
Von 2016 bis 2020 war sie Mitglied des Tanzensembles des Stadttheaters Pforzheim unter der Leitung von Guido Markowitz. In dieser Zeit arbeitete sie mit mehreren Gastchoreografen zusammen, darunter Damian Gmür, Edan Gorlicki, Félix Duméril, Moritz Ostruschnjak und Lotem Regev. Seit 2020 ist Alba Teil des Tanzensembles des Mainfranken Theaters Würzburg unter der Leitung von Dominique Dumais, wo sie unter anderem mit Choreografen wie Robert Glumbeck und Kevin O’Day zusammengearbeitet hat.

Neben ihrer Karriere als Performerin studierte Alba Tanzpädagogik und entwickelte eine wachsende Leidenschaft für Choreografie. Ihre künstlerische Arbeit lässt sich oft von kulturellen Traditionen, der inneren Welt der Künstlerin sowie politischen oder gesellschaftlichen Themen inspirieren. Mit ihren Choreografien möchte sie das Publikum aktiv einbeziehen und Impulse für Dialog, Reflexion und alternative Sichtweisen geben.

Zu ihren jüngsten Kreationen gehören „Story of an artist“ (2025) und „Una de…“ (2025), ein Flamenco-Stück im zeitgenössischen Stil, das am Mainfranken Theater Würzburg entstand. Das Werk reflektiert Tradition und die ihr innewohnende Dichotomie zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit sowie die kollektive Verantwortung, füreinander, unsere Gesellschaft und unseren Planeten zu sorgen, damit unsere Traditionen nicht mit uns verschwinden. „You are trying too hard“ (2024), ein Solostück, das die aufdringlichen Gedanken der Künstlerin während einer Aufführung untersucht. „In 3,2,1“ (2024), ein ortsspezifisches Tanzstück, aufgeführt im Bürgerbräu Würzburg, entstand aus dem Wunsch heraus, jungen Menschen den Tanz näherzubringen und ihn als soziales Instrument zu nutzen, das zum Nachdenken über unsere gemeinsame Realität anregt. „In 3,2,1“ untersucht, wie Arbeit unser Leben in der heutigen Gesellschaft prägt und welche Auswirkungen ihre ständige Präsenz auf unser Wohlbefinden hat.

Foto: Nick Scholze



Hier ein kleiner Eindruck vom INTENSE Tanzshow in 2023: